Dortmunder Oldtimer auf U - Stadtbahnstrecken

Unter der Museums- Nummer 203 fuhr auch der Samba als Sonderwagen aber auch als Fahrschulwagen durch den Tunnel

In den 1960ér Jahren wurde bei Dortmunder Stadtwerken  das Interesse an Museumsstraßenbahnen geweckt. Damals fuhr der zum Museumswagen ernannte TW 134 zum Abschied der Straßenbahnlinie 9 von Wickede nach Unna.

Damals waren Zweiachser noch regelmäßig im Linienverkehr anzutreffen, dennoch erinnerte man an die "kleinen" T2. Leider hatte der TW 134 mangels Schienenbremsen keine Überlebungschance und wurde nach der Abschiedsfahrt nach Unna verschrottet.

In den 1970ér Jahren wurden die Altwagen aus den 1930ér Jahren durch die GT8 abgelöst und 1974 waren die Linieneinsätze der letzten Aufbau- bzw. Verbandstyptriebwagen (in Dortmund auch Aufbauwagen genannt, obwohl es Neubauten waren).

Die Zweiachs- Triebwagen 217, 252, 259 und 279 sowie die Beiwagen 598, 675, 677 gingen direkt in den Museumsbestand über und 1977 folgte der "Aufbau- Beiwagen" 712, der im Wechsel mit dem BW 708 im Jahre 1976 hinter einem GT4 seinen Dienst hinter einem GT4 auf der Schnellstraßenbahnlinie 2 im Einsatz war.

Ende der 1980ér Jahre ging auch der letzte Dortmunder GT4 und der Großraumwagenzug ("Samba") in den Bestand der Museumswagen über.

Zum Abschied der Mengeder Strecke im Jahre 1989 kamen fast alle Museumswagen für einen Tag zurück in den "Sonder- Liniendienst" zwischen Lessingstraße und Mengede.

Zusammen mit dem neuen Vorstand brach dann auch das Interesse an den Museumswagen ein. Die historisch wertvolle Straßenbahnsammlung wurde fortan als "altes Gerümpel" bezeichnet und das Aus für den Museumsbetrieb wurde Stadtwerke intern bereits 1993 besiegelt. 

Hier verlässt der Samba die Haltestelle Schützenstraße U in Richtung Mengede.

GT8 29 als Abschleppwagen für GT8 57 in der Haltestelle Münsterstraße U

Selbst mit dem alten Stromabnehmer konnte TW 259 durch den Tunnel fahren, um die Haltestelle Grävingholz zu erreichen.

Zunächst konnten die historischen Wagen "wegen der Weichen" nicht durch den Tunnel fahren. Die Fotos oben belegen das Gegenteil.

Der Sambazug (Großraum Trieb- und Beiwagen 303+812) und auch der letzte GT4 (435) wurden an die Schwerter MuseumsStraßenbahn verkauft. 

Bei der Aufgabe der letzten oberirdischen Straßenbahnlinie im April 2008 wurde der TW 279 zur Kampstraße geschleppt und nach Ende der Veranstaltungen wieder zurück in den Betriebshof. Dieses sollte dann auch die letzte Fahrt mit historischen Wagen gewesen sein. Seit dieser Zeit stehen die übrig gebliebenen wertvollen Wagen im Betriebshof Dorstfeld abgestellt, wo sie "wertvolle Stellfläche" beanspruchen.  

Die Erhöhung der Stromeinspeisung von 600V auf 750V war zunächst der neue Grund dafür, dass die historischen Bahnen nicht mehr fahren "können". Dann war das Zug Sicherungs- system der vorgeschobene Grund für die Abstellung der Wagen und nun hört man davon, dass die Oldtimer im Tunnel eine Brandgefahr (!) sein sollen. 

In zahlreichen anderen Verkehrsunternehmen wird die eigene Geschichte würdiger gepflegt und dort sind alle in Dortmund vorhandenen Gründe für eine Abstellung der Oldies ganz einfach gelöst worden,- selbst in Ruhrgebietsstädten gibt es Vorwiederstände und Funkgeräte.... Wo ein Wille ist, gibt´s auch ein Gleis....  

Das Marketing der Dortmunder Stadtwerke AG ist mehr in Richtung Zukunft orientiert und somit wurden erhebliche Beträge dafür aufgewendet, den Betrieb in DSW21 umzubenennen. Würde man Oldtimerzüge mit dem Slogan versehen: " Seit 1881 sicher und zuverlässig für Sie unterwegs", wäre der Werbeeffekt sicher höher, weil die Bahnen von Jedermann beachtet werden.

Für die historische Straßenbahnsammlung bleibt nur zu hoffen, dass der künftige Vorstand des Verkehrsbetriebes ähnlich wie das frühere Gespann Flieger und Eckard tickt und die historischen Wagen in Zukunft nicht als kostspieliges "altes Gerümpel" einer unsicheren Zukunft entgegen sehen müssen, so wie es derzeit dem letzten im Originalszustand erhalten gebliebenen GT8 Nr. 13 ergeht....

 
Ist es in einem modernen Straßenbahnbetrieb recht zufertigen, dass historische Straßenbahnen betriebsbereit bleiben?-
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Ja, auf jeden Fall sollen die Bahnen fahren
Es reicht aus, wenn sie ausgestellt werden
Die Bahnen können gerne anderswo untergestellt werden
Die Bahnen sollten verschrottet werden
Mir egal
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Diese Aufnahme entstand 1984 und ist unwiederholbar!

Erinnerungen an die gute, alte Straßenbahntraditionspflege in Dortmund gibt es leider nur noch auf zahlreichen Fotos und in Filmen. 

Der TRAM-aktuell Vertrieb plant für 2011 eine Mega DVD mit allen ehemaligen und vorhandenen Dortmunder Museumswagen an verschiedenen Stellen im gesamten Dortmunder Stadtgebiet. 

So können Sie die Wagen 21, 115, 134, 217, 252, 259, 279, 303, 435, 510, 598, 675, 677, 712 und 812 noch einmal auf Sonderfahrt sehen. Der Film besteht aus etlichen hundert Fotos und Filmen, die in digitaler Form aneinander gereiht werden. Selbstverständlich werden auch Mitfahrten im Film enthalten sein!

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